Ärzteprojekt in Brandenburg positiv bewertet - Kenntnisprüfung findet im Januar 2009 statt.

In einer kleinen Abschiedsfeier kamen 21 Ärztinnen und Ärzte als Teilnehmende, Vertreter/innen des Landes Brandenburg, die Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e.V. (GFBM) und die Otto Beencke Stiftung e.V. in Berlin zusammen, um eine vorläufige Bilanz zu dem 10-monatigen Ärzteprojekt in Brandenburg zu ziehen.
Alle 21 Ärztinnen und Ärzte werden sich im Januar 2009 der Kenntnisprüfung im Land Brandenburg stellen, um im Anschluss daran ihre medizinische Tätigkeit in verschiedenen Regionen Brandenburgs, die unter besonders hohem Ärztemangel leiden, auszuüben.
In einer ersten Auswertung wurde das Projekt übereinstimmend als hilfreich und wichtig von den Teilnehmenden eingeschätzt. Neben der Verbesserung der Deutschkenntnisse hat es während des Praktikums auch das grundlegende Selbstbewusstsein vermittelt, den Anforderungen eines ärztlichen Alltags in Deutschland erfolgreich begegnen zu können. Die letzten drei Monate haben sich die Teilnehmenden im Projekt instensiv auf die Fächer der Kenntnisprüfung vorbereitet (u.a. Innere Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin), die aufgrund einer meist langen spezialisierten fachärztlichen Tätigkeit und einem viele Jahre zurückliegenden Studium nun wieder aufgefrischt werden mussten.

Der überwiegende Teil der Ärztinnen und Ärzte ist zuversichtlich, die Prüfung im Januar 2009 nun bestehen zu können, einige sind weiterhin aufgrund noch bestehender Unsicherheiten in der deutschen Sprache skeptisch, ob sie diese Hürde erfolgreich überwinden werden.
Aufgrund der positiven Rückmeldung der Teilnehmenden sahen sich sowohl Frau Kühne vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie sowie Frau Kußmann und Frau Fischer vom Landesgesundheitsamt in Brandenburg darin bestätigt, dass es wichtig und richtig war, dieses Projekt auf den Weg zu bringen. Auch wenn vor allem die Ergebnisse der Kenntnisprüfung ganz entscheidend dafür sind, wie viele der Teilnehmenden nun tatsächlich eine konkrete berufliche Perspektive erhalten können, steht doch jetzt schon fest, dass alle hoch motiviert die 10 Monate über gelernt haben, um ihr persönliches Ziel - wieder im erlernten Beruf zu arbeiten - zu erreichen.
Die Otto Benecke Stiftung e.V. und ihr Kooperationspartner die GFBM in Berlin konnten als Träger dieses Projekts erneut wichtige Erfahrungen sammeln, im Hinblick auf notwendige Schritte und besondere Akzente bei der Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderer, die größtenteils schon viele Jahre in Deutschland leben und zahlreiche Misserfolgserlebnisse zu bewältigen haben. Neben der Vermittlung von Sprach- und Fachkenntnissen ist vor allem die intensive Betreuung, Begleitung und Unterstützung auf dem Weg zurück in den Beruf unabdingbar.
Eingestellt am 5.01.2009
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