Fotogalerie zur Veranstaltung in Weimar
AQUA-Regionaltagung Ost: Intensiver Austausch in Weimar
Am 17. Juli 2012 hat sich das Programm AQUA „Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt " nunmehr zum fünften Mal auf einer Regionaltagung präsentiert. Angesprochen waren vorrangig Multiplikatoren und Berater/-innen der Jobcenter sowie Agenturen für Arbeit aus dem ostdeutschen Raum. Die Bauhaus-Universität Weimar, eine langjährige Kooperationspartnerin der OBS, stellte für diesen Anlass passende Räumlichkeiten zur Verfügung, so dass das Programm mit seinen unterschiedlichen Facetten und Potenzialen optimal präsentiert werden konnte. Ein Fokus wurde dabei auf die in der Region stattfindenden Angebote gelegt. Beispiele aus der Praxis, vor allem die persönlichen Lebensgeschichten von drei Teilnehmenden zeigten sehr anschaulich, welche konkreten Perspektiven eine qualifzierte Weiterbildung bieten kann.
Nach der Begrüßung durch den Dekan der Fakultät Bauwesen, Herrn Prof. Dr.-Ing. Karl-Josef Witt, stellte die stellvertretende Geschäftsführerin der OBS und Leiterin der Programmstelle AQUA, Frau Dagmar Maur, das Qualifizierungsprogramm vor. Die Tagungsgäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich ein umfassendes Bild über das Programm zu machen. Begleitend zur Tagung fand ein Infomarkt statt, auf dem die regionalen Kooperationspartner/-innen ihre AQUA-Angebote an Ausstellungsständen präsentierten. Insbesondere in der Mittagspause wurde die Möglichkeit reichlich genutzt, mit den Verantwortlichen direkt ins Gespräch zu kommen.
Am Nachmittag ergänzten unterschiedliche Praxisbeispiele die theoretischen Vorträge vom Vormittag. Professor Dr.-Ing. habil. Werner Bidlingmaier erläuterte sehr anschaulich, welche besondere Herausforderung die Durchführung einer Studienergänzung im Weiterbildungsformat parallel zum universitären Betrieb der Bauhaus-Universität darstellt. Hintergrund bot der breite Erfahrungsschatz durch die langjährige Kooperation im Rahmen der Studienergänzung Bauwesen. Gelungene Integrationsbeispiele zeigten, dass sich die Mühe lohnt: Ein Absolvent (Diplom-Ingenieur aus der Urkraine) schaffte es, mit Hilfe der Studienergänzung eine Stelle als Bauleiter zu erhalten, nachdem er zuvor als Hausmeister bzw. Elektriker gearbeitet hatte. Eine Teilnehmerin aus dem jetzigen Kurs konnte neben ihren fachlichen und persönlichen Fortschritten auch vom Erfolg ihres Ehemannes berichten, der als Absolvent der Maßnahme heute als Bauingenieur tätig ist.
Anschließend stellte Frau Vivien Schulze von PIA e.V./Hochschule Magdeburg-Stendal die Studienergänzung Gesundheitsförderung und Prävention als eine Weiterbildung vor, die auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern, zumeist aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich, neue Tätigkeitsfelder eröffnet. Hier präsentierte sich eine Teilnehmerin der Studienergänzung, studierte Philologin und Rechtswissenschaftlerin aus Kasachstan, die ihre mitgebrachten und neu erworbenen Kenntnisse zukünftig in einer Tätigkeit in der Gesundheitsberatung oder Betreuung von Migrantinnen und Migranten nutzen möchte.
Als drittes Praxisbeispiel präsentierte Frau Olga Lüders die interdisziplinäre Studienergänzung Mechatronik an der HTWK Leipzig. Sie betonte, welche Herausforderung, aber auch Bereicherung solche bunt gemischten Teilnehmendengruppen für beide Seiten darstellen. Von den fachlichen Ausrichtungen, der Altersstruktur und den Herkunftsländern herrscht in den Kursen eine große Vielfalt. Neben den relevanten Fachinhalten werden somit die überfachlichen Fähigkeiten wie interkulturelle Kompetenz, Akzeptanz und Respekt gleich mitgeschult.








