Dana Darevskaya
Als ich mich 2004 auf meine Einreise nach Deutschland vorbereitete, erkundigte ich mich, was ich in Deutschland machen kann. Man sagte mir: die deutsche Sprache lernen und studieren. Noch in meiner Heimat fing ich an, Deutsch zu lernen und ich hatte auch schon ein Diplom als Bankkauffrau der Finanzhochschule Taschkent. Allerdings war mir klar, dass mir nur ein deutsches Diplom in meinem späteren Berufsleben helfen würde. Also hatte ich das eine Ziel: studieren in Deutschland. Aber ich wusste nicht, wie, wo und was ich studieren kann, wie ich mich bewerben sollte, dass ich noch einen Sprachtest machen musste, da mein sprachliches Niveau nicht für ein Studium reichte.
Viele sagten, dass ich mich nach der Einreise bei der Otto-Benecke-Stiftung melden müsse. Man erzählte mir über Sprachkurse und Beratung.
Als ich im Oktober 2004 nach Deutschland kam, war das für mich ein Sprung in kaltes Wasser. Ich kann mich kaum noch an die ersten Tage erinnern: Karlsruhe, Formulare, Wohnheim, Kirchheim/Teck, Arbeitsamt, Sozialberater der jüdischen Gemeinde… Mein Wunsch zu studieren war auf einmal weg. Ich hatte nur noch das Gefühl von Hilflosigkeit.
Aufgrund meiner bereits vorhandenen Deutsch-Sprachkenntnisse bekam ich keinen Integrationskurs vom Arbeitsamt. Man bot mir an, einen Intensivsprachkurs für junge Zuwanderer bei der DAA (Deutschen-Angestellten-Akademie) zu machen. Da hörte ich wieder über die Otto-Benecke-Stiftung.
Ich rief die Beratungsstelle in Stuttgart an und bekam gleich einen Termin. Während des Gesprächs erfuhr ich vieles über das Studium in Deutschland und was ich tun konnte, um mein Ziel zu erreichen. Ich verstand, dass ich noch sehr weit vom Studium entfernt war und dass ich noch vieles lernen musste, aber ich hatte schon eine genauere Vorstellung darüber. In Rahmen der Beratung erfuhr ich, dass ich an einem Sprachkurs teilnehmen kann, der mir hilft, den Sprachtest zu bestehen. Ich erfuhr über Seminare, BAföG, Stipendien, Auslandsstudium, Anrechnungsmöglichkeiten und vieles mehr. Ich war wieder auf der richtigen Spur!
Nach dem Abschluss des Intensivsprachkurses beim DAA nahm ich an einem Kurs der Otto Benecke Stiftung e.V. in Mannheim teil. Da unterstützte die Beraterin der Otto-Benecke-Stiftung uns in unserer Studienwahl und bei den Bewerbungsverfahren.
Als ich mein Studium endlich anfing, hatte ich wieder viele Probleme: mit der Anrechnung meiner früheren Leistungen, mit dem BAföG…usw. Bei der Lösung war die Beraterin des Stuttgarter Büros der Otto Benecke Stiftung e.V. immer behilflich.
Jetzt studiere ich Betriebswirtschaft an der Hochschule Nürtingen und bin schon im 7. Semester. Zurzeit mache ich ein Praktikum bei Robert Bosch GmbH in Reutlingen. Dafür bin ich wieder der Beraterin der Otto-Benecke-Stiftung dankbar. Nach dem Gespräch mit ihr habe ich das Gefühl bekommen, dass ich alles schaffen kann.





