Dr. Tanja Eisner

Im Jahr 2001 bin ich im Alter von 21 Jahren mit meiner Familie aus der Ukraine nach Deutschland ausgewandert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon acht Semester Mathematik an der Universität Charkow studiert und holte die fehlenden zwei Semester von Deutschland aus nach. Ich wollte danach gerne in Mathematik promovieren, hatte aber weder genügend Deutschkenntnisse noch Kontakte zu oder Informationen über deutsche Universitäten.

In dieser Zeit hat mir die Otto Benecke Stiftung e. V. entscheidend geholfen, und ich danke ganz herzlich der Stiftung im Allgemeinen und insbesondere den Beratungsbüros in Stuttgart und in Mannheim für die Beratungen vor, während und nach dem Sprachkurs.

Ebenso bin ich meinem Sprachlehrer während der Zeit des OBS-Sprachkurses für den großartigen 6-monatigen Kurs und die Einführung in die deutsche Kultur zu tiefem Dank verpflichtet. Darüber hinaus konnte ich in einem einmonatigen Kurs bei der OBS in Stuttgart meine Englischkenntnisse auffrischen.

Nach den Sprachkursen und dank der entsprechenden Beratungen durch die Otto Benecke Stiftung e.V. habe ich 2003 mein Mathematikstudium an der Universität Tübingen fortgesetzt und dort 2007 bei Professor Rainer Nagel am Arbeitsbereich Funktionalanalysis promoviert. Meine Dissertation wurde als beste der Fakultät für Mathematik und Physik ausgezeichnet.

Durch eine Post-Doc–Stelle am Mathematischen Institut der Universität Tübingen konnte ich meine Habilitation beginnen, die nun im Juli 2010 erfolgreich abgeschlossen wurde. Meine Monographie ist erst vor kurzem erschienen ist, siehe dazu unter

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Bis Februar 2012 erhalte ich das „Margarete von Wrangell-Stipendium“, eine Kofinanzierung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und des Europäischen Sozialfonds und arbeite an der Universität Tübingen als wissenschaftliche Angestellte. Parallel bewerbe ich mich jetzt an verschiedenen Universitäten auf Professorenstellen, was natürlich bei der großen Konkurrenz eine große Herausforderung ist.

Ich bin sehr glücklich, dass ich dank der Hilfe durch die Otto Benecke Stiftung mein Potential entwickeln konnte und jetzt meinen Lieblingsberuf ausüben kann.