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Hier können Sie eine Powerpoint-Präsentation des Projekts "Senioren-Lotsen" ansehen:
Präsentation
(Info vom: 13.03.2009)
Senioren als Lotsen für junge Ein- und Zuwanderer

„Meinen Paten kann ich Dinge fragen, die ich zu Hause nie fragen würde (das macht man nicht)“, begründet Mohammed G. seine Teilnahme an einem neuen, in der Öffentlichkeit stark beachteten Projekt der OBS in Lübeck.
Das Projekt soll einheimische Menschen im Erwerbsruhestand und junge Zuwanderer zum gegenseitigen Nutzen zusammenführen. Seit November 2006 treffen sich daher junge Zuwanderer und Zuwanderinnen mit Mentorinnen und Mentoren, die Kontakt zu jungen Menschen suchen und Freude an neuen Erfahrungen haben
Die Vorbildung beider Seiten soll dabei keine Rolle spielen. Bei den Mentoren überwiegen Ruheständler, die in ihrem zurückliegenden Berufsleben Tätigkeiten ausübten, die für eine solche Begegnungsmaßnahme von Vorteil sind, wie z.B. ehemalige Handwerksmeister oder Lehrer. Einige der Paten verfügen selbst über einen Migrationshintergrund. Sie wollen ihnen zuteil gewordene Hilfen weitergeben („Als Jugendlicher hatte ich auch eine deutsche Ansprechpartnerin, die mich bei meiner Studienplatzsuche und beim Deutschlernen unterstützt hat; diese Erfahrung war für mich ein wichtiger Wegbereiter“)
OBS-Projekt Senioren-Lotsen in Bremen: „Alt trifft jung“
Aktive Gegenleistung der Betreuten
Die jungen Ein– und Zuwanderer sollen diese Unterstützung jedoch nicht passiv erfahren, sondern eine Gegenleistung erbringen. Dies kann sowohl Alltagshilfe im Haushalt/Garten der Mentoren sein, willkommen ist aber vor allem eine Mitwirkung im Umfang von wenigen (verpflichtend 3-5) Stunden pro Woche in einer gemeinnützigen Einrichtung, in der der Pate bereits aktiv ist.
Die Kontakte zwischen Mentoren und Zuwanderern ergeben sich durch Bekanntmachungen in den Lübecker Netzwerken (Stadt, Gemeindediakonie, Ehrenamtsforum, Haus der Kulturen) und durch öffentliche Berichterstattung. Behutsam führt die OBS-Projektleitung die „Tandem“-Partner Schritt für Schritt zusammen, berät und betreut dabei die Teilnehmer. Nach einer positiv verlaufenen Kennenlernzeit soll der junge Mensch im Idealfall „seinen“ Mentoren mit seiner Herkunftskultur in Kontakt bringen (Einladungen zu kulturellen Veranstaltungen oder Familienfesten). Die Patenschaft wird auf diese Weise zunehmend zum eigenen Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die örtliche Presse (Lübecker Stadtzeitung, hl-live) berichteten mehrfach; der Fernsehsender Arte hat Interesse an einer Sendung zum Projekt gezeigt. So kann das Projekt kann einen Beitrag dazu leisten, das durch Isolation und Distanz geprägte städtische Leben der verschiedenen Altergruppen und Kulturkreise in Lübeck zu verbessern.
Gefördert wird das Projekt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).





