Olga Holstein
Im Dezember 2003 bin ich mit meiner Familie aus Saratov (Russland) nach Deutschland ausgewandert. In Saratov hatte ich mein Geologiestudium abgeschlossen und schon ein wenig Berufserfahrung gesammelt.
Anfang 2004 bewarb ich mich für eine Förderung bei der OBS. Damals waren meine Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend, um mich gut ausdrücken zu können. Ein wenig später wurde mein Diplom in Deutschland anerkannt, aber es war nicht die Rede davon, dass ich sofort mit der Arbeit anfangen könne.
Nach dem viermonatigen OBS-Sprachkurs im Bildungszentrum Hamburg hatte sich meine Situation entscheidend geändert. Ich konnte deutschsprachige wissenschaftliche Texte lesen, verstehen und bearbeiten. Das war Grundvoraussetzung, um auch fachlich weiter zu kommen. Auch die mündliche Kommunikation fiel mir nach dem Sprachkurs in Hamburg leichter. Bereits im Sprachkurs erhielt ich Rat und Hilfe bei der Suche nach einem Praktikumsplatz als Geologin in einem deutschen Unternehmen. Das Akademische Praktikum dauerte ein halbes Jahr und wurde von der OBS gefördert. Es war ganz effektiv. Auch während des Praktikums hatte ich die volle Unterstützung der OBS-Mitarbeiter in Hamburg. Sie halfen mir bei der Suche nach Jobs und bei der Formulierung der Bewerbungsschreiben.
Die Bemühungen haben sich gelohnt. Drei Monaten nach dem Praktikumsabschluss hatte ich meine erste Stelle in Deutschland. Von meinem Chef habe ich später erfahren, dass das absolvierte Praktikum eine entscheidende Rolle für meine Einstellung gespielt hat.
Ich hoffe, zukünftig bei vielen neuen internationalen Projekten arbeiten zu können. Dafür verbessere ich meine Englischkenntnisse und versuche jeden Tag, mein fachliches Wissen zu vertiefen.
Für den Weg in das Arbeitsleben ist es von großer Bedeutung, dass man „als Neue“ im Land nicht immer allein kämpfen muss, sondern eine Organisation wie die Otto Benecke Stiftung auf seiner Seite hat und dadurch auch stärker und sicherer ist. Ich bin sehr froh, dass es mir gelungen ist, mit meiner Qualifikation aus Russland in Deutschland berufstätig zu sein.
Ich bin mir sicher, dass es ohne Unterstützung der Otto Benecke Stiftung fast unmöglich gewesen wäre, so schnell eine gute Stelle zu bekommen.





