Kursangebote zum Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung

Im Auftrag der Kultusministerien wurden die Sonderlehrgänge eingerichtet, um Spätaussiedlern und deren Abkömmlingen sowie den mit ihnen gemeinsam eingereisten Ehepartnern eine Möglichkeit zu geben, ihre ausländische Hochschulreife so zu ergänzen, dass sie Zugang zu deutschen Hochschulen erhalten. Heute stehen die Sonderlehrgänge auch Jüdischen Immigranten aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion offen. In einzelnen Bundesländern können auch Migranten aus anderen Herkunftsländern in die Sonderlehrgänge aufgenommen werden.

Informationen dazu erhalten Sie über die Beratungsstellen der >>Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule.

Durchführungsorte:

  • Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen)
  • Hanau-Hasselroth (Hessen)
  • Hamburg (Hamburg)

Dauer: 24 Monate

Probezeit: 3 - 6 Monate

Unterrichtsfächer: 

  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik
  • Naturwissenschaften (Physik und/oder Biologie oder Chemie)
  • Gemeinschaftskunde (Politik / Geschichte/Werte und Normen)

Abschlussprüfung: Art und Zahl der Prüfungsfächer können je nach Bundesland variieren.

Zeugnis: Im Rahmen der Kurse kann entweder die Allgemeine Hochschulreife oder der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden. Bei Abschluss mit der Fachhochschulreife ist der Nachweis einer Berufsausbildung oder ein ergänzendes Praktikum erforderlich.

 

Studienkolleg

Die Studienkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen und Bundesländer.

Ausländische Studienbewerber/-innen, deren Hochschulreife aus dem Herkunftsland in Deutschland nicht anerkannt wird, werden in Studienkollegs auf die so genannte Feststellungsprüfung vorbereitet. Nach erfolgreicher Prüfung können die Studierenden ihre Ausbildung an einer Hochschule fortsetzen.

Anmeldung: Das Bewerbungsverfahren ist je nach Bundesland unterschiedlich. Teilweise erfolgt die Anmeldung an den Hochschulen (in der Regel beim jeweiligen Akademischen Auslandsamt) oder direkt bei den Studienkollegs, teilweise ist eine Bewerbung bei der Kultusbehörde erforderlich.

Dauer: zwei Semester

Kursbeginn: unterschiedlich, in der Regel jeweils zu Semesterbeginn

Aufnahmeprüfung: Deutsch (an einigen Kursorten auch Mathematik, Wirtschaftslehre und naturwissenschaftliche Fächer). Neu sind hier Leistungstests zur Erhöhung der Bewerbungschancen.

Unterrichtsfächer: Der Kurstyp orientiert sich an dem angestrebten Hochschulstudium. Je nach angestrebtem Studienfach werden die Bewerber/-innen verschiedenen Kurstypen zugeordnet:

  • T-Kurs: (techn./mathem./naturwiss. Studienfächer)
  • M-Kurs: (Med./Pharm./Biologie/Agrarwiss. / verwandte Fächer)
  • W-Kurs: (Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften)
  • S- u. G-Kurs:(Sprachwissenschaften/ Geisteswissenschaften)

Beratung: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule beraten zu Fragen der weiteren Ausbildungsplanung, Studienfachwahl und Hochschulauswahl, zu Bewerbungsverfahren und Studienfinanzierung.

Förderleistung: Nach der Zulassung zu einem Studienkolleg kann - in der Regel ergänzend zum BAföG - eine Förderung nach dem sog. Garantiefonds beantragt werden.

Abschlussprüfung: Im Rahmen der Feststellungsprüfung wird eine fachgebundene Hochschulreife erworben, die zum Studium von Fächern der jeweiligen Kursgruppe (s. Unterrichtsfächer) berechtigt.

Kontakt

Otto Benecke Stiftung e.V.
Kennedyallee 105 - 107
53175 Bonn

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail!

Heinz Harpers
Tel: 0228-8163 -129
Fax: 0228-8163 -100
E-Mail: Garantiefonds@obs-ev.de

 

Informationsmaterial

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Otto Benecke Stiftung e.V. | Kennedyallee 105-107 | 53175 Bonn | Tel: 02 28 / 81 63-0 | mail: post@obs-ev.de