„Ich möchte starke Frauen für die Zukunft ausbilden!"

Frau Fereshteh Sakalkesen betreibt seit inzwischen acht Jahren ihr Kosmetikstudio FH Venuss Ästhetik in der Bonner Innenstadt. Nach einer Beratung durch KAUSA ist sie vor ca.3 Jahren den Weg zum Ausbildungsbetrieb gegangen.

Frau Sakalkesen, seit wann betreiben Sie ihr Kosmetikstudio?

Ich bin vor 15 Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen, habe dann eine Ausbildung absolviert und mich vor acht Jahren selbstständig gemacht.

Ein bemerkenswerter Weg. Was für eine Ausbildung haben Sie gemacht?

Zu dem Zeitpunkt als ich nach Deutschland kam, gab es noch keine duale Ausbildung zur Kosmetikerin. Ich habe damals eine Privatschule besucht und eine Ausbildung zur medizinischen Kosmetikerin gemacht. Ich musste zwar zunächst einiges an Geld investieren, aber es hat sich gelohnt. Ich bin sehr froh über die gute Ausbildung, die ich durchlaufen habe. Die meisten Dozent*innen an der Schule waren Ärzt*innen, so wurde das Fach Anatomie beispielsweise von einer Kinderärztin geführt und das Fach Dermatologie von einer Hautärztin. Ich habe dadurch fundiertes medizinisches Wissen erhalten, das ich gerne weitergeben möchte. Außerdem habe ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und zahlreiche Weiterbildungen gemacht.

Was zeichnet Ihr Kosmetikstudio aus? Haben Sie ein Spezialgebiet?

Wir sind besonders erfahren im Bereich der Falten- und Fleckentherapie. Wir haben mehrere Geräte zur professionellen Hautdiagnose, sodass wir jeder Kundin und jedem Kunden eine individuell auf ihren/seinen Hauttyp zugeschnittene Behandlung anbieten können. Dabei verwenden wir natürliche Bio-Produkte ohne künstliche Zusatzstoffe. Neben der Flecken- und Faltentherapie bieten wir unter anderem auch Permanent Make-up, Wimpernlifting, Bleaching und dauerhafte Haarentfernung an.

Wer sind Ihre Kund*innen?

Wir haben sehr anspruchsvolle Kund*innen. Ich mache so gut wie keine Werbung, da alles über Empfehlungen läuft. Die Kund*innen sehen die Veränderung bei ihren Freund*innen und erwarten ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Wir sprechen hier insgesamt sechs verschiedene Sprachen, was in der Kommunikation natürlich von Vorteil ist.

Sie wurden von KAUSA vor einigen Jahren zum Thema Ausbildung beraten. Was hat sich seitdem getan?

Auf Frau Sağlams Rat hin, habe ich einen Ausbilderschein gemacht und anschließend meine Schwester, die zuvor auch schon einige Jahre mit mir hier zusammengearbeitet hat, als Kosmetikerin ausgebildet. Meine Schwester hatte schon zahlreiche Zertifikate und Weiterbildungen belegt und sich insbesondere auf den Bereich Permanent Make-up spezialisiert, konnte jedoch keine formale Berufsausbildung vorweisen. Sie wird ihre Ausbildung in Kürze erfolgreich abschließen – wir warten nur noch auf die Ergebnisse.

Waren Sie beide zufrieden mit dem Ablauf der Ausbildung?

Grundsätzlich schon. Allerdings unterscheidet sich die Tiefe der an der Berufsschule vermittelten Inhalte natürlich von denen an der medizinischen Privatschule, die ich damals besuchen konnte. Ich denke, das medizinische Hintergrundwissen ist wichtig für eine gute Hautbehandlung, da Fehler in der kosmetischen Behandlung auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Ich habe meiner Schwester über die regulären Ausbildungsinhalte hinaus noch sehr viel medizinische Theorie vermitteln können. Das möchte ich auch zukünftig tun.

Das heißt Sie wollen weitere Personen ausbilden?

Ja, ich möchte mein erlerntes Wissen weitergeben und starke Frauen für die Zukunft ausbilden! Ich bekomme immer wieder Anfragen nach einem Ausbildungsplatz, nur leider haben wir hier aktuell räumlich keinen Platz für eine zusätzliche Mitarbeiterin. Wir planen jedoch uns zu vergrößern, um mehr Behandlungen und eine Parkmöglichkeit anbieten zu können.

Toll, dass Sie in Zukunft weiterhin ausbilden möchten! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

FH Venuss Ästhetik
-Kosmetikstudio-
Inhaberin: Fereshteh Sakalesen
Gründung: 2014
Angestellte: 1
Ausbildungsbetrieb: ☐ ja ☒ nein

Wesselstraße 8
53113 Bonn
0178/729 844 6
info@fh-venuss.de
https://fh-venuss.de/

Das Interview führten Annika Wolfers und Hafize Sağlam am 14.12.2021.
Fotos: Otto Benecke Stiftung e.V. 

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