Ärzteprojekt NRW

Weiterbildung führt zugewanderte Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen zur Approbation

Bildquelle: erysipel / pixelio.de

Zugewanderte Akademikerinnen und Akademiker haben immer wieder hohe Hürden zur Aufnahme ihrer Berufstätigkeit in Deutschland zu überwinden. Dies gilt in besonderem Maße für die reglementierten Hochschulabschlüsse wie z.B. im Fachbereich Medizin.

Ausgangslage Ärztemangel

Prognosen zeigen, dass aufgrund der demografischen Entwicklung der Bedarf an Medizinerinnen und Medizinern künftig weiter steigen wird. Demzufolge sind jetzt Konzepte notwendig, um ausreichend medizinisches Personal zu rekrutieren und weiterhin eine flächendeckende medizinische Versorgung gewährleisten zu können.

Auch Nordrhein-Westfalen ist von dieser Entwicklung betroffen. In den kommenden zehn Jahren wird hier gut ein Drittel der Hausärztinnen und Hausärzte ihre Praxis aus Altersgründen aufgeben. Ob diese Praxen weitergeführt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss. Schon derzeit bleiben in einigen Bezirken Stellen für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in Krankenhäusern unbesetzt.

 

NRW-Projekt stellt etwas dagegen

Als Antwort auf diese Situation hat das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen im September 2013 ein „Integrationsprojekt für zugewanderte Ärztinnen und Ärzte" an den Start gebracht. Zusammen mit dem ESF-BAMF-Programm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wird eine berufsbezogene Weiterbildung angeboten, die sowohl sprachlich als auch fachlich auf eine Tätigkeit in medizinischen Einsatzfeldern vorbereitet.

Das Projekt wird von der der Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS) inhaltlich gestaltet und koordiniert. Die Qualifikation der Teilnehmenden dauert 11 Monate.

Die Bewerbungsphase ist bereits abgeschlossen.

 

Zielgruppe

Die Qualifizierung richtet sich an zugewanderte, berufserfahrene Akademikerinnen und Akademiker, die arbeitslos oder arbeitsuchend sind und ihr Medizinstudium im nicht europäischen Ausland abgeschlossen haben. Weitere Voraussetzungen für eine Teilnahme sind das Vorliegen eines Wohnsitzes in Nordrhein-Westfalen oder die Beabsichtigung eines entsprechenden Wohnortwechsels und die erfolgreiche Beendigung eines Integrationssprachkurses, möglichst mit einem B2-Zertifikat.


Zuwendungsgeber

Das Integrationsprojekt für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen wird über das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen sowie das ESF-BAMF-Programm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finanziert.

Projektleitung:

Dr. Alexandra Leipold
Tel.: 0228 8163 -230
Fax: 0228 8163 -300
E-Mail: >>Dr. Alexandra Leipold

 

Zum Projektstart:
Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA)

 

Artikel über das Ärzteprojekt in NRW von Tatsiana Weinmann (Deutsche Welle) in russischer Sprache: http://dw.de/p/1A3yD