Lehrerprojekt Hessen

Zugewanderte Lehrerinnen und Lehrer qualifizieren sich für den Schuldienst in Hessen


In der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main fand am 6. März 2013 die Abschlussveranstaltung für die Qualifizierung zugewanderter Lehrerinnen und Lehrer für den hessischen Schuldienst statt. Sozialminister Stefan Grüttner und Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf gratulierten den Absolventinnen und Absolventen und überreichten die Zertifikate.

Sozialminister Herr Stefan Grüttner, Landesbeauftragte Frau Margarete Ziegler-Raschdorf, Präsident der Otto Benecke Stiftung e.V. Herr Dr. Lothar Theodor Lemper (alle erste Reihe Mitte) und alle Projektpartner gratulieren den AbsolventInnen der Lehrerqualifizierung.

Die auf Initiative der Hessischen Landesregierung ins Leben gerufene 12-monatige Qualifizierungsmaßnahme wurde von der Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS) in Kooperation mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW) durchgeführt. 16 Teilnehmende beendeten nun ihre einjährige Weiterbildung. „Ich habe mich vor einem Jahr für die Förderung dieser wichtigen Integrationsmaßnahme ausgesprochen und freue mich, dass ich Ihnen nunmehr die Zertifikate überreichen kann. Ab heute stehen Sie, meine Damen und Herren, für eine gelungene Integrationspolitik und erfolgreiche Bildungskarrieren. Mehr noch, als Lehrerinnen und Lehrer sind sie Brückenbauer und damit unverzichtbare Akteure der Integrationsarbeit vor Ort“, so der Sozialminister.

Die Teilnehmenden der Qualifizierung, die in ihren Herkunftsländern als Lehrerinnen und Lehrer in den sogenannten Mangelfächern (z.B. Mathematik, Physik, Informatik) ausgebildet wurden, aber nur ein Fach studiert haben, bereiteten sich intensiv auf eine Tätigkeit im Lehramt vor. In Theoriephasen wurden aktuelle Kenntnisse u.a. in der Didaktik des entsprechenden Unterrichtsfaches, der Soziologie, Pädagogik und Psychologie vermittelt und im Rahmen eines intensiven Sprachkurses die Deutschkenntnisse verbessert. Den konkreten Alltag an hessischen Schulen erlebten die Lehrerinnen und Lehrer in zwei mehrwöchigen Hospitationsphasen, die auch der Erprobung der eigenen Unterrichtskompetenzen dienten.

Die Landesbeauftragte Frau Margarete Ziegler-Raschdorf spricht zu den Gästen.

Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf betonte in ihrem Grußwort, dass sie sich intensiv und gern für die Verwirklichung des Projekts eingesetzt habe. Es sei ein wesentlicher Schritt gewesen, die Potenziale von Spätaussiedlern und anderen Zugewanderten besser zu nutzen und weiter auszubauen. Dies sei ein ganz wichtiges Zeichen der Wertschätzung und der Anerkennung für die Betroffenen und gleichzeitig ein Beitrag gegen den Lehrermangel in unserem Land. „Bei meinem Besuch in der Studiengruppe im Dezember letzten Jahres war ich beeindruckt von den Leistungen und dem Fleiß der Teilnehmenden. Bereits damals habe ich Ihnen für Ihre Lernleistung und das Durchhaltevermögen meine Wertschätzung und Anerkennung ausgesprochen, was ich heute gerne wiederhole. Sie können zu Recht stolz auf Ihre Leistungen sein“, so die Landesbeauftragte.

In seiner Eröffnungsrede wies der Präsident der OBS, Lothar Theodor Lemper, auf die Bedeutung zugewanderter Lehrerinnen und Lehrer für das deutsche Schulsystem hin: „Die Vielfalt des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen in unserer Gesellschaft muss sich auch in der Schule widerspiegeln.“ Zudem üben Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationsgeschichte eine wichtige Vorbildfunktion für die Schülerinnen und Schüler aus. Das Land Hessen habe mit diesem Projekt eine vorbildliche Integrationsarbeit geleistet.

In Präsentationen reflektieren die AbsolventInnen die 12-monatige Weiterbildung.

Innerhalb der Abschlussveranstaltung präsentierten die Absolventinnen und Absolventen ihre Ergebnisse der Auswertung der Weiterbildungsmaßnahme. Sie kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Anstrengungen lohnenswert waren. Dem Ziel, als Lehrerin oder Lehrer an einer hessischen Schule tätig zu sein, sind sie einen großen Schritt näher gekommen. „Ich möchte endlich wieder als Lehrerin tätig sein!“, so der dringende Wunsch einer Teilnehmerin.


Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union und aus dem Integrationsprogramm für Spätaussiedler des Hessischen Sozialministeriums.

 

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