MIGELO

MIGELO (Migranten-Eltern-Lotsen)

Das bürgerschaftliche Engagement dieser Gruppe steckt noch in den Anfängen. Wirksame Interessenvertretungen gibt es bisher außerhalb des landsmannschaftlichen Engagements der Spätaussiedler kaum. Formen der Selbstorganisation kommen nur sehr zögerlich zustande. In diesem Sinne ist diese Gruppe noch lange nicht „im System“ angekommen. Alle dafür nötigen Kommunikationsformen, die eine solche Gruppe benötigt, um für ihre Interessen wirksam im demokratischen Dialog einzutreten, sind bei den russischsprachigen Zugewanderten eher selten zu bemerken. Ein Grund hierfür ist, dass sie aufgrund ihrer Biografie und Geschichte kaum hilfreiche Erfahrungen mitbringen, um sich im hiesigen, offenen System selbst wirkungsvoll vertreten zu können.

 

Dies war die Ausgangssituation, von der aus mit dem dreijährigen Projekt Migelo versucht wurde, das bürgerschaftliche Engagement und die Selbstorganisationsfähigkeit der Gruppe zu erhöhen. Russischsprachige Migranten-Eltern wurden zu Bildungslotsen für ihre Kinder ausgebildet, um diese beim Übergang von der Schule in den Beruf besser unterstützen zu können. Die Migelos reisten als kleine Teams aus unterschiedlichen Städten aus ganz Deutschland zu den Weiterbildungsangeboten an. Gleichzeitig erhielten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Rüstzeug, um sich mit den Integrationsthemen lokal einzumischen und ein Stück demokratische Partizipation voranzubringen. 

 

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