Mehr Selbstbewusstsein – mehr Chancen im Beruf: Junge Menschen mit Migrationshintergrund

Köln: Für Moharem Muzli war es die Chance seines Lebens. Er nahm nach vielen erfolglosen Versuchen, einen Ausbildungsplatz zu finden, an den Angeboten des Projektes >>MIGoVITA teil, das die Otto Benecke Stiftung e.V. gemeinsam mit Amaro Drom e.V., PHÖNIX-Köln e.V. und dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung in den letzten drei Jahren durchgeführt hat.

Inzwischen ist Moharem Muzli viel selbstbewusster geworden, engagiert sich in der Gemeinschaft und hat gute Aussichten auf einen Ausbildungsplatz. Diese Erfahrung von Merfin Demir, dem Geschäftsführer von Terno Drom e.V., deckt sich mit den Erfahrungen aller Beteiligten am MIGoVITA-Projekt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.

Der Erfolg des MIGoVITA-Projekts steht und fällt mit der einzigartigen Form der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Nur mit kooperativer, interkulturell geprägter Arbeit auf Augenhöhe können Migrantenorganisationen gewonnen, mobilisiert und qualifiziert werden, um ihre Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen und damit deren gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Das ist auch das Fazit der Perspektivtagung „Interkulturalität?! Wie ohne! Berufsnahe Jugendarbeit in der Praxis“ die am 14.11.2014 in Köln stattfand.

Die Otto Benecke Stiftung e.V., Amaro Drom e.V., eine bundesweite Jugendorganisation junger Roma und Nicht-Roma, PHOENIX-Köln e.V., ein Kultur- und Integrationszentrum von russischsprachigen Zuwanderern und das Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung entsandten für fast drei Jahre je einen Mitarbeiter in das Projekt. Als interkulturelles Team entwickelten sie präventive Maßnahmen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in der Ausbildung, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft. Diese Maßnahmen wurden von den Multiplikatoren in 26 Städten mit 50 Migrantenvereinen im Rahmen von 70 öffentlichen Foren der Vielfalt mit fast 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern umgesetzt.

Damit bauten die Migrantenvereine vor Ort eine eigene berufsbezogene Jugendarbeit auf, sensibilisierten lokale Akteure des Arbeitsmarktes für die Potenziale junger Menschen mit Migrationshintergrund und bauten Benachteiligungen ab.

So konnten sich die beteiligten Migrantenorganisationen auf einem gesellschaftlich sehr wichtigen Arbeitsfeld als neue, qualifizierte Ansprechpartner und Akteure des Arbeitsmarktes etablieren. Sie konnten  eigene, selbstbewusste und qualitativ hochwertige Akzente in der Diskussion um die Verbesserung der beruflichen Chancen junger Menschen setzen, die interkulturelle Zusammenarbeit fördern und zum Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung beitragen.

 

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