Neues OBS-Projekt im Rheinischen Revier

Am 1. März startete das Projekt „Qualifizierungsmanager im Rheinischen Revier – Chancen auf Bildung auf der Spur“: durch individuelle Beratung werden Beschäftigte im Rheinischen Revier zu passenden Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten geführt.

Das Projekt richtet sich an Beschäftigte im Rheinischen Revier, denen durch den Strukturwandel der Region ein Verlust des Arbeitsplatzes droht. Geschulte Beraterinnen und -berater werden die Zielgruppe an den Standorten Kreis Düren, Kreis Heinsberg, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss und den Städteregionen Aachen und Mönchengladbach proaktiv zu ihren beruflichen Perspektiven beraten, um ihnen individuell passende Wege der beruflichen Bildung und Weiterbildung aufzuzeigen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Jobs „mit Zukunft“, zum Beispiel im Bereich Erneuerbare Energien und vor allem auf Möglichkeiten der Qualifizierung innerhalb der eigenen Unternehmen. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Bei den Beraterinnen und Beratern handelt es sich um Personen mit branchen- und bildungsspezifischer Expertise, die als mobile Teams unterwegs sind und die Zielgruppe aktiv aufsuchen – in Betrieben, Gewerkschaften und sonstigen Verbänden – und dort informieren sowie persönlich beraten.

Die Bildungsanbieter der Region bieten oft bereits zielgenaue Qualifizierungs-Programme für die Zielgruppe an, und die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die Agentur für Arbeit können dazu vertiefend beraten. Es scheint jedoch in vielen Fällen keine Vermittlung zwischen den betroffenen Personen und den vorhandenen Strukturen zu geben. Diese bietet das Projekt nun in Form einer individuellen und aufsuchenden Beratung an. Die Qualifizierungsmanager stellen somit ein Brückenangebot zu den Dienstleistungen der genannten Institutionen dar. Qualifizierungsangebote und vertiefende Qualifizierungsberatung, beispielsweise der Agentur für Arbeit, werden auf diese Weise an die Menschen herangetragen, gleichzeitig wird der Qualifizierungsbedarf aus den Betrieben gesammelt und für die Bildungsanbieter aufgearbeitet.

Das Projekt wird aus Fördermitteln aus dem Europäischen Sozialfonds/Just Transition Fund 2021-2027 finanziert. Menschen und Regionen, die in Europa besonders von den Auswirkungen der Transformation zur Klimaneutralität bis 2050 betroffen sind, sollen durch den Fonds bei deren Bewältigung unterstützt werden. Der JTF – auch „Fonds für einen gerechten Übergang“ genannt – wird in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EU-Strukturfonds, des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2021-2027 umgesetzt. Da die Förderung und Verstromung von Kohle, die bis 2030 eingestellt werden soll, in Regionen wie dem Rheinischen Revier und dem nördlichen Ruhrgebiet noch eine große Rolle spielt, wird der JTF in Deutschland vor allem dort den Ausstieg aus der Kohlewirtschaft unterstützen. Hier setzt auch das neue OBS-Projekt an.

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