JUMPin.NRW-ler besuchen Berlin: Ehrenamt und politische Bildung

Vom 29. Juni bis zum 2. Juli waren Teilnehmende von JUMPin.NRW auf Exkursion in Berlin. Themen waren Ehrenamt und politische Bildung.

JUMPin.NRW ist ein Qualifizierungsprogramm für junge Menschen mit Migrationsgeschichte, die sich ehrenamtlich engagieren und in NRW leben, das die OBS im Auftrag des nordrhein-westfälischen Integrationsministeriums durchführt.

Die elfköpfige Teilnehmergruppe genoss eine ausgedehnte Führung durch Bundestag und Bundesrat sowie Berliner Abgeordnetenhaus. Sie hatten Gelegenheit, sich mit einem Abgeordneten auszutauschen und erhielten umfangreiche Einblicke in die Organisation und die Abläufe des politischen Alltags und in diverse Prozesse der demokratischen Entscheidungsfindung. Der Abgeordnete Philipp Bertram (DIE LINKE), selber intensiv ehrenamtlich tätig, sprach mit den jungen Ehrenamtlern insbesondere über die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf.

Auch drei Initiativen, die vorwiegend auf ehrenamtlicher Basis arbeiten, wurden besucht: Mohamad Zaher, Erster Vorsitzender des Vereins Karamé e.V., informierte die Teilnehmenden umfassend über die Entwicklung des Vereins vom Fußballverein zur überregional bekannten Bildungseinrichtung: neben zahlreichen Veranstaltungen gibt es Deutschunterricht für Geflüchtete, täglich Hausaufgaben- und Nachhilfe. Die jungen Leute aus NRW zeigten sich beeindruckt von der erfolgreichen Anpassung des Vereins an sich verändernde Herausforderungen.

In der Freiwilligenagentur Charlottenburg-Wilmersdorf erläuterte die langjährige Mitarbeiterin Heidemarie Hansen die Funktion und die Arbeitsweise einer Freiwilligenagentur und wie Ehrenamtler und Institutionen über die Freiwilligenagentur zusammenfinden. Beeindruckend war insbesondere die hohe Vermittlungsquote.

Die Teilnehmer von JUMPin.NRW 2017 stammen aus sechs verschiedenen Ländern. Die Gruppe tauscht sich sehr intensiv über kulturelle und religiöse Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus. Dieser interkulturelle Dialog wurde weiter angeregt durch den Besuch der jüngst eröffneten liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit. Mitgegründet von der islamischen Frauenrechtlerin Seyran Artes, beten hier alle Religionen gemeinsam.

Abgerundet wurde der Besuch in der Hauptstadt durch verschiedene fachkundig begleitete Rundgänge mit dem Themenschwerpunkt „Deutsche Geschichte und Politik“: Besucht wurden der Ausstellungskomplex „Topographie des Terrors“, Checkpoint Charlie und zahlreiche Zeugnisse preußischer Geschichte wie z.B. Schloss Charlottenburg und das Brandenburger Tor.

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