Migrantinnen in die Kommunalpolitik

Das Modellprojekt „Migrantinnen in die Kommunalpolitik“ eröffnet zugewanderten Frauen mit qualifizierten Seminaren und einer intensiven Vernetzung bessere Möglichkeiten, sich in der Kommunalpolitik aktiv zu beteiligen und ihre Rechte wahrzunehmen bei der Gestaltung der politischen Entwicklungen vor Ort. Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung sind aufgefordert, das Modellprojekt zu begleiten und alle Beteiligten zu unterstützen.

Migrantinnen tragen bereits in großem Maße zur Gestaltung der Zivilgesellschaft bei. Sie sind in zahlreichen Migrantinnenorganisationen anzutreffen und engagieren sich ehrenamtlich in vielen Bereichen z.B. in der Jugend- und Elternarbeit. Dass sie sich aktiv auch auf politischer Ebene einbringen wollen, zeigt auch die Gründung eines Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen DaMigra, dem 62 Migrantinnenorganisationen angeschlossen sind.

In drei Bundesländern werden an verschiedenen Standorten Seminare organisiert. Ziel eine Zusammenarbeit mit bestehenden Einrichtungen und Netzwerkpartnerschaften.

Inhalte der Seminarbausteine sind:

  • Politisches System in Deutschland
  •  Verwaltungsstrukturen
  • Wahlsystem in Deutschland
  • Vorstellung der Parteien
  • Diversität in der Politik
  • Empowerment für Migrantinnen
  • Rhetorik und sicheres Auftreten in der Kommunalpolitik
  • Konfliktlösungsstrategien
  • Argumentationstraining
  • Durchsetzungsstrategien

 In zentralen Netzwerktreffen tauschen die Kooperationspartner und die Projektteilnehmerinnen ihre Erfahrungen aus und legen ihre Ziele fest.

Die Schirmherrschaft des Projekts hat die NRW-Staatssekretärin für Integration, Frau Serap Güler, übernommen. Dazu ein Statement der Staatssekretärin:

„Als Staatssekretärin für Integration des Landes Nordrhein-Westfalen aber auch als Frau, die selbst eine sogenannte ‚Einwanderungsgeschichte‘ hat, liegt mir dieses Projekt besonders am Herzen. Deshalb habe ich auch gerne die Schirmherrschaft für das Projekt ‚Migrantinnen in die Kommunalpolitik‘ übernommen, um Frauen mit Einwanderungsgeschichte gezielt darin zu bestärken, sich aktiv in Organisationen und Parteien vor Ort einzubringen. Noch immer sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte und vor allem Frauen in den Parteien und Gremien stark unterrepräsentiert. Dabei bringen eben diese Frauen sehr viel Wissen und Erfahrungen mit, auf die wir angewiesen sind, wenn wir eine faire, tolerante und vielfältige Kommunalpolitik betreiben wollen.“

Projektpartner

Die Projektdurchführung erfolgt an vier Standorten und wird durch vier lokale Vereine bzw. Verbände realisiert. Projektpartner sind:

Zuwendungsgeber

Das Modellprojekt "Migrantinnen in die Kommunalpolitik" wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Kontakt

Otto Benecke Stiftung e.V.
An Groß St. Martin 2
50667 Köln

Projektleitung

Teresa De Bellis-Olinger
Telefon: 0221/2724399-15
Fax: 0221/2724399-20
E-Mail: Teresa DeBellis-Olinger

Informationsmaterial

Otto Benecke Stiftung e.V. | Kennedyallee 105-107 | 53175 Bonn | Tel: 02 28 / 81 63-0 | mail: post@obs-ev.de